Physiotherapie für Kinder

Phase 1

Diagnostik

Warum Diagnostik:

Die Diagnostik ist die Grundlage jeder Beratung, jeder präventiven  Maßnahme und jeder Therapie.

Anhand der Diagnostik werden wir gemeinsam die nächsten Schritte überlegen.

Wann wird Diagnostik gemacht:

Beim ersten Besuch und zu Beginn jeder weiteren Stunde wird  überprüft, ob sich an der Problemstellung etwas geändert hat und ob noch Handlungsbedarf besteht. Mögliche neue Fragestellungen werden beleuchtet.

Was mache ich:

Das Bewegungsverhalten und die Ausführung der Bewegungen in Qualität und Quantität bezogen auf das Alter des Kindes werden beobachtet.

Dabei  müssen andere zusätzliche Aspekte mitbeachtet werden, zum Beispiel:

  • Sprach- und Aufgabenverständnis, Motivation seitens des Kindes
  • Konzentrationsspanne des Kindes
  • wie gut kann das Kind Bewegungen planen und zeitgerecht durchführen (z.B.: Ball fangen, Fußball spielen, Hüpfen, etc…)
  • Einflüsse,  die die Bewegung des Kindes erschweren könnten (z.B.: Sehen, Hören, Kraft, Ausdauer,  Persönlichkeit,…)

Auf  bestehende Diagnosen und konkreten Fragestellungen  wird speziell eingegangen. (Schiefhaltungen, Skoliosen, Fußfehlstellungen, Entwicklungsverzögerungen, neurologische Probleme,…)

Wie sieht das aus:

Die Diagnostik wird spielerisch gestaltet.

Ein kindgerechter Umgang – angepasst an das Entwicklungsalter des Kindes  – in einer entspannten Atmosphäre.

Der motorische Entwicklungsstand des Kindes wird anhand der

  • Grobmotorik (Verwendung der linken und rechten Körperseite, robben, krabbeln, aufsetzen, stehen, gehen, springen,…)
  • und der Feinmotorik (wie geht es mit Spielzeug um, was interessiert es, was tut es damit)

beurteilt.

Umso älter das Kind ist, desto mehr kann mit konkreten Aufgabenstellungen gearbeitet werden.

Danach werden Sie über meine Einschätzung informiert und wir überlegen und besprechen das weitere Vorgehen gemeinsam.

Phase 2

Beratung

Nach durchgeführter Diagnostik folgt eine fachliche Beratung mit Tipps und Vorschlägen.

Bei Bedarf wird eine Zielsetzung gemeinsam beschlossen: Diese stellt die Grundlage für die präventive Maßnahme oder zukünftige Therapie da. Sie sind maßgeblich in den Ablauf involviert und entscheiden!

Häufige Fragestellungen:

  • zur motorischen Entwicklung des Kindes  (Wann soll mein Kind sitzen/stehen/gehen können?)
  • zum Tragen und der Lagerung des Säuglings (Handling), sowie der Verwendung des Kinderwagens, des Tragetuches, der Wippe, des Autositzes,…
  • zur Förderung von Grob- und Feinmotorik.
  • Welche Schuhe sind für die Entwicklung des Gangbildes gut? Worauf soll man achten?
  • Wie viel Bewegung braucht ein Kind?

Beratung führt entweder zur

Prävention

Die motorische Förderung wird im Zeitalter des Computers immer wichtiger. Die richtige Bewegung ist für eine gute motorische Entwicklung und Förderung von klein auf von großer Bedeutung.Anfänglich kleine Auffälligkeiten können – sofern sie unbehandelt bleiben- in der Zukunft Probleme auslösen.Bestehenden Auffälligkeiten kann gegengesteuert werden. Sie bekommen Tipps speziell zur Förderung Ihres Kindes

Mein Säugling…

ist sehr schreckhaft und unruhig.

weint viel. (wenn es nicht gehalten wird, wenn ich seine Position ändere, wenn ich es bade, wenn ich es hoch nehme, vor allem beim Einschlafen,…)

mag nur getragen werden /mag nur sitzen.

hält nur kurz Blickkontakt.

lässt sich schnell ablenken/verliert schnell das Interesse.

greift nur mit einer Hand / belastet nur eine Seite.

schaut nur auf eine Seite.

liegt nicht gerne am Bauch -Muss es am Bauch liegen?

kann noch nicht sitzen / krabbeln.

Muss mein Kind schon gehen können?

Der Kopf meines Kindes ist auf einer Seite flacher.

Mein Kind...

stolpert viel / wiederholt über dasselbe Hindernis.

ist sehr waghalsig/übervorsichtig.

ist schmerzunempfindlich (schlägt sich oft an und es tut ihm nicht weh).

spielt nicht mit anderen Kindern,  ist schüchtern, kann mit den anderen Kindern nicht mithalten.

geht auf Zehenspitzen.

will nicht sitzen/sitzt nur.

sitzt ganz buckelig.

steht ganz schief da.

hat viel zu tragen (Schultasche schwer).

Oder zur Therapie:

Physiotherapie

Ziel der Therapie ist es, einen positiven Einfluss auf die zukünftige Entwicklung Ihres Kindes zu nehmen. Ein kindgerechter Umgang in der Behandlung hilft dabei.Die Therapie zielt darauf hin, dass das Kind so optimal wie möglich den Alltag meistern kann und  Folgeschäden hintangehalten werden.Abgesehen von der klassischen Physiotherapie, behandle ich zusätzlich nach folgenden Konzepten.

Konzepte der Physiotherapie

die ich Ihnen anbieten kann.

Bobath-Therapie

ist ein ganzheitliches Konzept

Die neurophysiologische Behandlungsmethode nach Bobath ist ein lebendiges Konzept, das ständig weiterentwickelt wird. Die Selbstständigkeit und die Kindesentwicklung im Alltag stehen im Vordergrund. Mit möglichst wenig Hilfestellung soll es lernen, den Alltag zu meistern. Die Bobath-Therapie fördert die motorische, kognitive, sprachliche und emotionale Entwicklung. Sowohl die „normale“ Entwicklung als auch die vielseitigen Abweichungen der Entwicklung werden in diesem Konzept berücksichtigt.

Spiraldynamik

ist ein Bewegungs- und Therapiekonzept

Ein dreidimensionales Bewegungskonzept, dessen Ziel es ist Bewegungsabläufe zu optimieren. Die  Körperhaltung – bedingt durch die Bewegungs- und Liegegewohnheiten aber auch durch neurologische oder orthopädische Krankheitsbilder – kann zu Bewegungseinschränkungen und einseitigem Lernen von Bewegungsmustern führen. Muskeln verkürzen sich,  das Gewebe und die Struktur passen sich an und die symmetrische Entwicklung beider Körperseiten kann gefährdet sein.Sobald die Balance, also ein Spannungsgleichgewicht in den Muskeln, Sehnen, Bindegewebe und Gelenken  wieder hergestellt /verbessert ist, kann die Entwicklung Ihres Kindes bezogen auf Wachstum, Bewegung, kognitives Lernen eines Bewegungsablaufes wieder verbessert  werden.Von diesem Konzept können somit alle – jede Altersgruppe – profitieren.

Craniosacraltherapie

„Energetische“ Therapie

Diese Ausbildung  habe ich 1995 bei Dr. med. Joelle Aimée Toulouse gemacht und arbeite seit 25 Jahren erfolgreich mit dieser Methode. Diese Therapie ist eine sehr sanfte Methode der Osteopathie. Sie hilft Blockaden im Körper entgegen zu wirken und Spannungen, die das Kind z.B. auf eine Seite bevorzugt sehen lässt, zu lösen.

Sensorische Integration (SI)

Sinneswahrnehmung

Unter der Berücksichtigung der 7 Sinne fördert man gezielt die Entwicklung des Kindes. Sollte das Kind eine Über- oder Unterempfindlichkeit in der Wahrnehmung haben, kann es zu einer Entwicklungsverlangsamung kommen. Schreibabys, unruhige oder zappelige Babys, welche kaum oder viel getragen werden möchten, vermeidendes Verhalten oder sehr schnelle, hektische Bewegungen eines Kindes können Zeichen auf Wahrnehmungsprobleme sein.

Marte Meo

ist eine Interaktionsmethode

Marte Meo bedeutet aus eigener Kraft. Durch genaues (videounterstütztes) Beobachten des Kindes in strukturierten und unstrukturierten Momenten werden Ursachen für blockierte, stressige Situationen erkannt. Positive Momente – in denen es dem Kind und der Bezugsperson gelingt gut in Kontakt zu treten –  werden besprochen. Das beeinflusst und klärt oft die Situation und bringt Veränderung im Verhalten des Kindes. Ich nütze diese Methode, um einerseits mit den Kindern in Kontakt zu kommen, andererseits um die Eltern in ihrer Situation zu verstehen und besser beratend, bezogen der Umsetzung meiner Tipps für zuhause, einwirken zu können.

AMM&TCM

(Akupunkt Meridian Massage in Kombination mit den Grundlagen der Taditionellen Chinesischen Medizin)

Diese energetische Therapieform hat einen ganzheitlichen Therapieansatz, der die Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin mit dem westlichen Denken kombiniert. AMM verbindet die Meridian-Massage mit vielen anderen Techniken, wie z. B.:  Akupunktur ohne Nadeln, Ohr-Akupunktur, Moxen, unblutiges Schröpfen, Schaben, etc. Kinder mit Schlafproblemen, Verdauungsproblemen, aber auch Kinder, die nicht zur Ruhe kommen oder immer wieder krank werden, können davon profitieren.


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